Erste Einschätzung vom Aktionsbündnis Gera gegen Rechts zum 06.08.2011
7. August 2011
Am 06.08.2011 hat das Aktionsbündnis Gera gegen Rechts ein breites Bündnis von engagierten, mutigen und kreativen Menschen mobilisieren können. Es ist seit Jahren der größte Erfolg in der Auseinandersetzung mit neonazistischer Gewaltkultur in Gera. Nach polizeilichen Angaben kamen 400 Teilnehmer zum NPD – Hass-Konzert. Dem standen und saßen rund 1.000 Gegendemonstranten gegenüber. Tatsächlich sind die Fakten nicht beruhigend: nicht einmal ein halbes Prozent der Geraer Bevölkerung dürfte sich an unseren Gegendemonstrationen beteiligt haben. Unser Dank gilt allen Menschen aus Gera, die wiederholt oder erstmals couragiert auf der Straße waren, die mit zivilem Ungehorsam und Sitzblockaden erhebliche Beeinträchtigungen des Nazikonzerts erreichten. Und damit auch jene beschämten, die hinter den Gardinen Gesicht und Meinung versteckten. Wir danken den Bündnissen insbesondere aus Jena und Weimar, sowie den Menschen aus vielen anderen Orten, die an unserer Seite solidarisch waren. Wir haben den Oberbürgermeister unserer Stadt auch an diesem Tag in einer Rolle erlebt, in der er unseren Protest in jeder Weise politisch und moralisch unterstützte. Unser Dank schließt das Engagement einiger Mitarbeiter der Stadt Gera ausdrücklich ein. Die Arbeit der Polizei und der Ordnungsbehörde bedarf hingegen einer intensiven kritischen Überprüfung.
Wie groß die Aufmerksamkeit inzwischen ist, zeigt sich u.a. an der Anwesenheit vieler Medien, sogar des japanischen Fernsehens.
Der Widerstand, auf den die Nazis trafen, war so wirksam, dass sie nicht umhin kamen, ihre Technik zu Fuß weite Strecken zur Spielwiese zu tragen.
Wir sehen uns ausdrücklich bestätigt und ermutigt, Zivilen Ungehorsam gegen Rechts in Gera weiter zu stärken.
Filed under: Aktuelles
1 Kommentar
1. Propst Hans Mikosch, Rock&hellip | 11. August 2011 um 12:03
[...] dem Friedensgebets-Gottesdienst reihten sich die Christen in den zivilen Protest von insgesamt etwa 1000 Demonstranten gegen das Neonazi-Konzert ein. [...]
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