Zitate vom AfD- Auflauf am 28.10.2016 in Gera – Brandner: Wahlfälschung zu Lasten der AfD +++ Dr. Frank wähnt sich im Kommunismus +++ Höcke beklagt Verurteilung von Holocaust- Leugnerin +++

Eröffnung der Kundgebung durch den Sprecher der AfD Gera, den Arzt Wolfgang Lauerwald, welcher seine Mutti mitgebracht hat…

**************************************************

Stephan Brandner:

begrüßt anwesenden Pegida-Vertreter (mit Ordnerweste) sowie zugereiste Teilnehmer aus Hamburg und Österreich. (Geraer waren also nicht sooo zahlreich präsent)

Sein Thema ist der zuvor in einer gekürzten Vorabfassung erschienene Thüringenmonitor http://www.soziologie.uni-jena.de/thueringen_monitor.html

„Der Thüringenmonitor ist ein 50.000 Euro teures linkes Machwerk“ behauptet Brandner über die seit dem Jahr 2000 mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten herausgegebene Forschungsarbeit.  „Der Thüringenmonitor dient der Verunglimpfung liberaler, bürgerlicher, konservativer Ansichten und ist ein linkes – und schon weil es ein linkes ist, ist es überflüssig – Kampfmittel, welches dazu dient uns Thüringer schlecht zu machen und zu verunglimpfen und in die rechte Ecke zu stellen.“

(Merkwürdiges Weltbild: Alle außer der AfD sind Links – aber die AfD behauptet nicht Rechts zu sein – lachhaft!)

„Jetzt kommt der erste Höhepunkt meiner Rede: Ich sage ihnen voraus dass es nur noch maximal drei Ausgaben des Thüringenmonitors geben wird. (…) Nämlich sobald wir Ministerpräsident Björn Höcke in unseren Reihen begrüßen können.“ (Im Frühjahr sagte dieser Hellseher voraus, dass sich die Kanzlerin nur noch drei Monate im Amt hält. – Soviel zu Brandners Prophezeiungen…)

Der angebliche Demokrat Brandner behauptet weiter „Merkel hat im Bundeskanzleramt nichts verloren“. (Das haben wohl 12 Prozent AfD- Wähler zu entscheiden?)  

Brandner, der Vorsitzende des Landtagsausschusses für Migration, Justiz (!) und Verbraucherschutz behauptet weiter: „Sie wissen alle: Wahlen werden meist zu Lasten der AfD gefälscht.“ (…) „Seine Meinung kann man nicht mehr frei äußern.“ (Sagt einer, der seine wirren Ansichten – inklusive Verleumdungen und Beleidigungen – auf Straßen und Plätzen, im Landtag, im Internet und im Neuen Gera, der Zeitung seines AfD-Kumpans Harald Frank ausgiebig verbreiteten kann)

In Ermangelung eigener Themen liest MdL Brandner noch Witze aus dem Internet vor…

**************************************************

Harald Frank, AfD-Mitglied und Förderer (Fraktion „Bürgerschaft“ im Geraer Stadtrat):

Das Protest- Läuten der Kirchenglocken, deutet der verwirrte Verleger als „Begrüßung“ und beginnt mangels eigener Gedanken mit einem Zitat von Gottfried Keller…

Dann noch ein Witzchen des „Familienunternehmers“: „Wir sehen nach dem Rechten, damit es uns die Linken nicht zerstören oder wegnehmen.“

Stellt AfD als Opfer dar, spricht von Panik in der Gesellschaft. Fantasiert von linken Provokateuren und Schlägern. (…) und meint dann allen Ernstes: „Wir brauchen Politiker die sich der Realität stellen.“  Dr. Frank fordert eine unabhängige Justiz (vermutlich wähnt er sich in einem Unrechtsstaat)

Frank zitiert reaktionäre Grütze aus dem AfD- Parteiprogram:

– Will Wehrpflicht wieder einführen (Soll die Bundeswehr noch mehr Kriege führen?)

– Absenkung der Steuerlast (Klar – nur Reiche können sich einen armen Staat leisten. Hier kommt wieder der Ex-FDPler Frank durch)

– Behauptet die Steuererhebung wäre Enteignung (Als Verleger mit eigener Zeitung braucht er wohl keine öffentliche Infrastruktur für Bildung, Arbeit, Soziales, Forschung, Familie usw.)

Behauptet wir hätten den Kommunismus (Seit wann gibt es im Kommunismus Steuern!?)

„Es geht uns also um eine Politik des deutschen Volkes“

Ruft das Thema „Sicherheit“ für die AfD aus.

Zum Schluss noch die bei Frank unvermeidlichen Zitate u.a. vom neurechten Götz Kubicek.

**************************************************

Wiebke Muhsal:

„Gera zeigt, wir sind gegen Angela Merkel, wir sind gegen Bodo Ramelow, bis hierher und nicht weiter.“

Wirbt um Parteimitglieder…

**************************************************

Björn Höcke:

Begrüßt „Patrioten“ aus ganz Deutschland auf dem Platz. (Es dürfte daher kaum Platz für Geraer gewesen sein)

Beginnt mit Medienschelte: Nach Übergriffen auf Journalisten würde die Thüringer Mediengruppe keine Inserate der AfD mehr veröffentlichen. „Die AfD steht für Rechtsstaatlichkeit und Gewaltlosigkeit. (…) Er könne aber nicht ausschließen dass man in unsere Demo Provokateure einschleuse.“ (Als wären nicht genug davon auf der Bühne!)

Freut sich über alternative Medienstruktur wie Dr. Franks Neues Gera. (…) fürchtet „Linksgrünrot eingefärbte Journalisten in den Altmedien.“ (…)

„Die meisten Altmedienjournalisten gehören zum Linksrotgrün versifften Herrschaftskartell.“ Höcke fabuliert mit Beispielen von Gewaltdelikten von „Rassismus von Zugewanderten gegenüber uns Biodeutschen“ Will in der „Vertrauensgemeinschaft eines gewachsenen Volkes leben“ (Eine nette Umschreibung für Volksgemeinschaft)

Höcke beklagt „dass eine 87 Jährige Seniorin zu 11 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt wurde, weil sie öffentlich einen historischen Sachverhalt leugnet. Wegen so genannten Meinungsdelikten sitzt man manchmal jahrelang in diesem freien demokratischen Rechtsstaat hinter Gittern.“  (Gemeint ist die Leugnung des Holocaust!)

http://www.nw.de/lokal/kreis_herford/vlotho/vlotho/20904546_Holocaustleugnerin-zu-acht-Monaten-ohne-Bewaehrung-verurteilt.html    und:   http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/Holocaust-Leugnerin-Haverbeck-macht-weiter,holocaustleugner122.html

Höcke wirbt um Mitglieder. (…) „Die Lebensräume für uns Deutsche werden immer kleiner.“ („Volk ohne Raum?“ https://de.wikipedia.org/wiki/Volk_ohne_Raum )

 

Quelle: Youtube

 

 

Überzeugungstäter: Verleger Dr. Harald Frank beim AfD-Wahlkampf in Sachsen Anhalt +++ Stadtsprecher Uwe Müller referierte zu „Political correctness und Gender-Wahn“ +++ AfD zieht mit Nazikadern durch Gera

Ganz Rechts: Harald Frank. Rotary Club. Bürgerschaft. AfD. (http://afd-gera-jena-shk.de/2016/02/16/thueringer-wahlkampfhilfe-in-sachsen-anhalt/)

Ganz Rechts: Harald Frank. Rotary Club. Bürgerschaft. AfD. (http://afd-gera-jena-shk.de/2016/02/16/thueringer-wahlkampfhilfe-in-sachsen-anhalt/)

Verleger Dr. Harald Frank (Neues Gera) beim AfD-Wahlkampf in Sachsen Anhalt. Auch dem Letzten sollte klar sei, wir haben Sie längst in Fraktionsstärke im Stadtrat, die AfD.

Der Vorsitzende der Fraktion „Bürgerschaft“ im Geraer Stadtrat spricht bei sämtlichen AfD-Demonstratinen in Gera und redet dort mehr oder weniger unverhohlen dem nationalistischen, völkisch-rassistischen Weltbild des Bernd Höcke das Wort. Auf der Liste der Bürgerschaft zur Kommunalwahl fand sich seinerzeit auch der jetztige Landtagsabgeordnete der AfD Stephan Brandner. Frank ist weiterhin Mitglied des elitären Rotary Club. Dieser lud am 15.2.2015 zum Vortrag „Political correctness und Gender-Wahn greifen unser Kulturgut an“. Referent war der Pressesprecher der Stadt Gera Uwe Müller, ebenfalls Rotarier. Offenbar sind neue Rechte und AfD zumindest inhaltlich nicht nur im Stadtrat vertreten, sondern mittlerweile auch im Rathaus selbst.

Stadtsprecher Uwe Müller als Referent bei einer Veranstaltung des Rotary Club, die dem Namen nach auch eine AfD/Compact/Neue Rechte/Querfront Veranstaltung sein könnte.

Stadtsprecher Uwe Müller als Referent bei einer Veranstaltung des Rotary Club, die dem Namen nach auch eine AfD/Compact/Neue Rechte/Querfront Veranstaltung sein könnte. (Quelle: http://www.rotary1950.net/gera/01_termine/index.php?tid=24567&kat=3)

Der Kreis schließt sich bei der Kundgebung der AfD am 19.02.2016 in Gera: Hier verteilen Helfer ein Faltblatt des Neurechten Junge Freiheit Verlages. Titel: „Gender Mainstreaming – Kinderseelen werden gebrochen…“. Ob Uwe Müller in seinem Vortrag daraus zitiert hat? In der zweiten Reihe marschierten Nazikader wie Jörg Krautheim und Christian Bärthel.

Bei der letzten Veranstaltung trug Krautheim noch die Fahne der „Identitären“, diesmal tut’s wohl auch die Wirmer-Flagge.

Am kommenden Samstag beim Thügida-Nazi-Fackelmarsch wird’s ja vielleicht doch wieder die Fahne von „Die Rechte“ oder gleich die Reichsdeutsche. Wir sind gespannt.

Hintergrund zu Jörg Krautheim: http://www.gera-nazifrei.com/cms/2015/10/wir-lieben-gera-schlecht-getarnte-nazis/

sowie https://vimeo.com/141944270

und zu Christian Bärthel : http://www.gera-nazifrei.com/cms/2015/10/wir-lieben-gera-schlecht-getarnte-nazis-2/

Fahnenhalter- Jörg Krautheim, Christian Bärthel

Fahnenhalter- Jörg Krautheim, Christian Bärthel

Bei AFD noch in der zweiten Reihe…

„Das Volk“

 

 

 

Zitate von Dr. Harald Frank, Fraktionsvorsitzender der „Bürgerschaft Gera“, auf AfD-Demo am 4.12.2015 in Gera

Dr. Harald Frank, Fraktionsvorsitzender der „Bürgerschaft Gera“,  beschwört auf AfD-Demo am 4.12.2015 in Gera den  Abwehrkampf gegen arabische und türkische Eroberungsabsichten +++ Zuwanderer vergleicht er mit der Sintflut +++ Griechenland gehört nicht zum westlichen Kulturkreis +++ Deutsche Ureinwohner stehen unter Schutz +++ Politik für Deutsche, nicht für Menschen +++ Bitte nicht Neubürger sagen +++

Zitate: „Die europäische Geschichte war über viele Jahrhunderte hinweg der Abwehrkampf gegen arabische und Türkische Eroberungsabsichten. (…)  „1683…war Wien erneut belagert. Und eigentlich war es eine europäische Gesamtanstrengung das diese Stadt gerettet wurde.“

„Auch wir in der EU werden dies einsehen müssen, dass geografische Grenzen weniger wichtig sind als kulturelle Grenzen. Das orthodoxe, sich immer mehr an Russland orientierende Griechenland gehört ebenso wenig zum westlichen Kulturkreis, wie Zypern, Serbien, Rumänien oder Bulgarien. Vom muslimischen Bosnien ganz zu schweigen. Religion und religiöse Ideologien müssen wieder ernst genommen werden. Wir können diese Ideologie nicht kontrollieren…“

„Sie kennen sicherlich den Spruch „Nach mir die Sintflut“, (…) nur was ist wenn die Sintflut vor meinem eigenen Tot kommt? (…) Wir wollen Politiker und eine Regierung die gesetzeskonform und im Auftrag der DEUTSCHEN – ich hab das extra nochmal getauscht – nicht im Auftrag der Menschen oder der Bevölkerung. Denn unsere Regierung ist dem deutschen Volk verpflichtet, das steht auch über dem Reichstag. Wir wollen also eine Regierung die im Auftrag der Deutschen handelt, wir wollen Änderungen und diese Änderungen werden wir erzwingen und wir schaffen das – denn wir sind das Volk.“ (Sprechchöre…)  „Etwas flapsiger formuliert: Wir sind die Ureinwohner dieses Landes. Und deshalb stehen wir unter Schutz und nicht Andere. (…) Wir sind die indigene Bevölkerung.“ (…)

„Wenn jeden Tag weiter zwischen fünf oder zehntausend Flüchtlinge, Migranten – nennen sie ES wie Sie ES wollen: bitte nicht Neubürger sagen (…).“

Mangels eigener Inhalte oder gar Argumente bläht der Redner seine Auftritte gewöhnlich mit Zitaten historischer Persönlichkeiten auf:

„Nach Luther: Wir stehen hier – wir können nicht anders – und wir müssen bestimmt noch oft hier stehen…  Und wir müssen den Politikern Druck machen, damit sie den Willen einer entschlossenen Masse der Bevölkerung tatsächlich akzeptieren und umsetzen.“

„Kraft muss wollen, oder sie ist keine Kraft“ – Dieses Zitat von Paul von Heyse wird ohne Quellenangabe nachgeplappert. Zum Schluss vergreift sich der Landesvorsitzende der „Familienunternehmer“ Dr. Frank an einem Tucholsky-Zitat, (Aus „Heimat“, veröffentlicht im Buch „Deutschland, Deutschland über alles“) – einem Werk in dem sich Tucholsky deutlich gegen deutschtümelnden Patriotismus wandte!) welches er sinnentstellend aus dem Zusammenhang reißt, um seine Deutschlandliebe zu begründen!

 Quelle: YouTube    –    Fortsetzung folgt…

Der Fachkräftemangel in Deutschland wurde bei einer AfD-Kundgebung in Gera am 4. Dezember 2015 schon bei der Redner-Auswahl deutlich

  1. Redner: Jörg Henke
  • Er freut sich, dass für diese Jahreszeit (milde zehn Grad über Null) doch einige Leute gekommen sind.
  • Rückblick auf 2015: Angela Merkel …, Die Kosten…, Die Bevölkerung wird ausgepresst…, Niemand hilft uns… Er kritisiert die Einführung einer Gesundheitskarte für Flüchtlinge. (Kranke Flüchtlinge sind ihm also lieber – dann „schleppen sie nämlich Seuchen ein“ deren Behandlung natürlich nichts kosten würde. Aber so lässt sich besser gegen sie hetzen.)
  • Familiennachzug: kostet Geld. (Aha, die deutsche Außenpolitik seiner Bundeswehrfreunde und der Rüstungsprofiteure der vergangenen Jahrzehnte waren gratis und kosteten nicht mal Menschenleben.)
  • „Steuern auf Renten sind ein Skandal.“ (Was hat das mit den Flüchtlingen zu tun?)
  • Das Lohnniveau in Deutschland müsse nachgebessert werden. (Sagt Henke, der kürzlich auf dem Markt forderte „Diese ganze Gewerkschaftsbande gehört abgeschafft“. Wer soll denn die Löhne regulieren? Der Reichsarbeitsminister?!)
  • Entdeckt sein Herz für Arbeitslose und Hartz IV – Empfänger. (Sein Fraktionsführer Björn Höcke verunglimpfte diese in einem Interview mit Worten wie „Man gilt doch hierzulande schon als Rechts wenn man morgens aufsteht und zur Arbeit geht“).
  • Spielt Schüler gegen Flüchtlinge aus. (Die AfD würde niemals Leute gegeneinander aufhetzen…)
  • Brilliert mit dem Satz „Liebe Freunde, hier läuft etwas gewaltig schief“ (Der Mann ist als stellvertretender Bürgermeister von Crossen ein geschliffener Rhetoriker, der auch diese Weisheit vom Zettel abliest.)
  • Herr Henke stellt fest, dass die anderen Parteien im Landtag eine Zusammenarbeit mit der AfD ablehnen. (Nanu, seit wann will die AfD mit den bösen Altparteien zusammenarbeiten, welche doch so unfähig und Volksfeindlich sind?!)
  • Man (die anderen Parteien), wolle sich aus dem Pool (Bravo-ein Fremdwort!) von Hunderttausenden junger Männer bedienen, um billige Arbeitskräfte zu haben. (Nun behauptet er dreist und pauschal, dass man (vermutlich alle bösen Altparteien“ dafür den Mindestlohn zeitweilig aussetzen wollen.)
  • „Hier entlarvt sich Rot-Rot-Grün: es geht nicht um humitäre Hilfe -“ (Ja – ein schweres Wort für einen Menschenfeind) „Es geht um billige Arbeitskräfte. Und  es geht nebenbei um Wählerstimmen“ (Die sich Linke und Grüne von den Flüchtlingen erwarten würden…  Herr Henke: Seit wann gehen unkontrolliert durch Europa ziehende, potentielle Terrorzellen, welche nicht einmal registriert sind – um einmal im AfD-Jargon zu bleiben – arbeiten oder gar wählen??)
  • Jetzt kommt das Thema bezahlbarer Wohnraum für sozial Schwache. (Natürlich hat Herr Henke in seiner Bildzeitung noch nie Berichte gelesen, das dieses Problem lange vor der AfD von Mieterverbänden und seinem Lieblingsfeinden, wie den Roten oder Grünen, kritisiert wurde. Zum Aufhetzen gegen Fremde ist das Thema aber noch gut genug.)
  • Stellt fest, dass die Polizei an der Belastungsgrenze sei. (Sicher auch dadurch, wenn Großaufgebote die ständigen Aufmärsche „besorgter Bürger“ oder die Flüchtlingsunterkünfte vor dem „Volk“ beschützen müssen.)
  • Nun wirft Henke noch einen Silberblick auf die Außenpolitik: „Was wir nicht brauchen sind Einsätze im Ausland – die ohne klare Perspektive erfolgen…“ (Nein! Die Bundeswehr hat im Ausland prinzipiell nichts zu suchen. Ob Sie, Herr Henke, die Einsätze brauchen, spielt dabei übrigens keine Rolle. Kriege werden für Profit gemacht und Ihr Vaterland ist immer vorn dabei. Dafür lieben sie es vermutlich so…)
  • „Ich möchte nicht dass unsere Soldaten in Syrien einen Krieg kämpfen müssen und sich die Asylbewerber, die eigentlich dort kämpfen sollten, sich hier ausruhen.“

(Soweit die Auffassungen einer Fachkraft, von dem die AfD glaubt, er könne Mitglied des Thüringer Landtages sein)

 

Quelle: YouTube

Fortsetzung folgt…

Die „Wahrheit“ der AfD – Zitate vom Geraer Marktplatz am 30.10.2015

Altparteien und Gewerkschaften müssen weg, Ahnen-Nachweise, bösartige Gutmenschen und keine Verschwörungstheorien.  Alle sind so schlecht zu uns und die Gegendemonstranten werden bezahlt.  Natürlich hat hier keiner etwas mit Nazis zu tun und krude Behauptungen braucht niemand zu belegen.

Quelle: Abschrift aus youtube

Stephan Brandner (AfD, Gera)

„Es macht mich sehr Traurig, dass weder die Kirchen noch die OB gekommen sind und das Angebot wahrgenommen haben, hier zu sprechen“

(Anmerkung: In Erfurt beschimpfte die AfD die Kirchen als Volksverräter)

Schuld sind die Altparteien … sie müssen weg.“

Dr. Harald Frank („Bürgerschaft“, Gera)

„Meine Vorfahren sind seit über vierhundert Jahren in Gera … nachzuweisen.“

„Nein Frau Merkel, wir schaffen das nicht. (…) Und wir wollen das auch nicht schaffen.“

Jörg Henke (AfD, Crossen)

„Diese ganze Gewerkschaftsbande gehört abgeschafft.“

Björn Höcke (AfD-Fraktionsvorsitzender)

„Das ist eine forcierte und gewollte multikulturelle Revolution von oben.“

“Und ich werde um das Heimatrecht  meiner Kinder, um das Heimatrecht  meines Volkes in der Mitte Europas kämpfen, bis mich die Kraft verlässt und ich weiß – ihr werdet auch kämpfen.“

Ich glaube nicht an Verschwörungstheorien, aber… Das diese Flüchtlingsströme als Migrationswaffe eingesetzt werden um etwas zu erreichen, was die Destabilisierung Europas genannt werden kann. Und welche Rolle Frau Merkel dabei spielt,… kann nur vermutet werden.  Es gibt in meinen Augen nur zwei Möglichkeiten – Erste Möglichkeit: Frau Merkel hat ihren Verstand verloren. (Sprechchöre „Merkel muss weg“).  Und die zweite Möglichkeit ist, das ist so unglaublich – wenn es so wäre – aber  es ist tatsächlich eine realistische Möglichkeit in meinen Augen:  Die zweite Möglichkeit ist: das sie in einen großen, großen geopolitischen Plan eingeweiht ist und diesen Plan willentlich durchführt.“

„Es ist Unerträglich: wir sind an einem kleinen Häuflein Gegendemonstranten vorbei spaziert…. Es waren vielleicht zehn – lassen wir ihnen ihren kleinen Triumpf – vielleicht sind die Kassen einfach leer. (…) oder bei anderen Demonstrationen und es ist ja so Augenfällig bzw. so Ohrfällig, dass nach einer Stunde der Lärm der Gegendemonstranten auf einmal verstummt. … Nach einer Stunde lassen die die Trillerpfeifen fallen und gehen dorthin woher sie gekommen sind und verkriechen sich wieder in ihre…. Für zwanzig Euro kann man eben nur eine Stunde arbeiten, dafür müssen wir Verständnis haben liebe Freunde.“

Und trotzdem ist es natürlich unerträglich was dieses Bündnis von Gewerkschaften, Kirchen und die Altparteien von den ganz Linken bis zu den Zeitgeistknechten der CDU:  Die fragen immer „Wie wollen die anderen in unserem Land leben, wie geht es den Ankommenden…?  Aber diese Gruppen fragen niemals  „Wie wollen wir, wie wollen die Deutschen in unserem Land leben?“

„ … und vor zwei Tagen hat sich ein großes Bündnis in Thüringen gegründet das heißt Bündnis für … Mitmenschlichkeit und getragen wird es von eben diesen bösartigen gutmenschlichen Gruppen… Letztlich ist es nichts anderes als ein großes Anti – AfD-Bündnis. Und weil wir im Augenblick die einzige authentische Stimme des Volkes sind, ist das ganze ein großes Anti-Volks-Bündnis – nichts anderes.“

Toleranz: Das ist das Wort, das die Kirchen, das die Gewerkschaften, das  die bösartigen Gutmenschen gegen uns und gegen das eigene Volk in Stellung bringen. Geht diesem Toleranzgeschwafel nicht auf den Leim.“

„Wir sind die letzte evolutionäre Chance für dieses Land.“

Hans Thomas Tillschneider (AfD Sachsen-Anhalt)

„(Peter) Altmaier ist ein CDU-Linksgrüner Einwanderungslobbyist.“

„Wir wollen zusammen mit euch zur einzigen Partei werden die Deutschland dient.“

_____________________________________________________________

„Wir lieben Gera“ – schlecht getarnte Nazis

Bärthel und Köckert bei der 2. Thügida-Demo in Erfurt 30.03.15

Bärthel und Köckert bei der 2. Thügida-Demo in Erfurt 30.03.15

Christian Bärthel ist eine weitere führende Figur hinter „Wir lieben Gera“, „Wir lieben Osthüringen“ und „Thügida“. Als Redner tritt häufig als Redner bei Thügida-Aufmärschen in Erscheinung, mindestens ab dem zweiten Aufmarsch in Erfurt. Auch bei allen „Wir lieben Gera“ Veranstaltungen war er stets neben David Köckert einer der Hauptredner. Er zeichnete sich verantwortlich für die Anmeldung des Thügida-Aufmarsches in Ronneburg am 28.09.15. Etwa 400 Menschen, darunter reichlich klar erkennbare Neonazis, folgten ihm und seinem Stargast, dem rechtsextremen Liedermacher Frank Rennike. Bärthel ist Ex-DVU Mitglied, Ex Mitglied der „Deutschen Partei“ (DP), deren stellvertretender Landesvorsitzender er in Thüringen war. Er war außerdem Mitarbeiter des NPD-Landtagsabgeordneten Peter Klose (Zwickau) bis 2009. Er vertritt die Reichsbürger-Ideologie, eine rechtsextreme Verschwörungstheorie, die Deutschland als Staat nicht anerkennt sondern stattdessen den Fortbestand des Deutschen Reiches proklamiert. Bärthel selbst nennt sich zeitweise „Staatsbürger und Sachwalter des Deutschen Reiches“. Als solcher lud er zusammen mit dem Rechtsextremisten Ittner im Mai 2004 zu einer „Reichsversammlung“ nach Nöbdenitz bei Altenburg in Ostthüringen ein, um dort „das weitere Vorgehen zur Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit des Reiches“ zu besprechen. An der Veranstaltung nahm zum Beispiel auch Horst Mahler teil.

Nürnberger, Köckert (beide NPD) und Bärthel bei einer Demo in Weida im März

Nürnberger, Köckert (beide NPD) und Bärthel bei einer Demo in Weida im März

Bärthel hat bundesweite Kontakte und organisierte und besuchte geschichtsrevisionistische Veranstaltungen u.a. mit Horst Mahler, Ralf Wohlleben, Christian Worch, Gerd Ittner und Ursula Haverbeck. Der Altenburger Rechtsextremist Thomas Gerlach wurde im NSU Prozess nach der Bekanntschaft zu Bärthel befragt, sowie nach möglicher Mitgliedschaft Bärthels bei den „Nationalen Sozialisten Zwickau“. Zuletzt 2007 wurde Bärthel wegen Volksverhetzung verurteilt, aktuell laufen wohl weitere Ermittlungen, unter anderem wegen seiner Äußerungen beim Thügida-Aufmarsch am 20. April 2015 in Eisenberg, mit denen eher sinngemäß eine Internierung der Gegendemonstranten in Konzentrationslagern empfiehlt:

“Scheinbar scheint diesen hirnlosen Gestalten von der Gegenseite nichts anderes einzufallen als tief in die Mottenkiste der Lüge zu greifen um zur Lüge zu greifen, zu diffamieren, zu spalten.

Aber sie sind therapierbar. Die Methoden der Therapie möchte ich nicht hier öffentlich sagen. Aber wenn man weiß, dass auch 70 Jahre nach Kriegsende noch Überlebende von Arbeitslagern da sind, dann kann ich sagen, Arbeit hat noch niemandem geschadet.“

Bärthel bei einer der fremdenfeindlichen Demonstrationen in Tröglitz

Bärthel bei einer der fremdenfeindlichen Demonstrationen in Tröglitz

Im August 2014 besuchte Bärthel die Jubiläumsfeier für Geschichtsrevisionisten des „Verein Gedächtnisstätte“ im thüringischen Guthmannshausen, im Januar 2015 war er zu Gast auf einer Veranstaltung der Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck. In Weida trat er im März 2015 als Redner bei der sogenanntenBürgerinitiative gegen eine Flüchtlingsunterkunft in Erscheinung. Auch beim zweiten Aufmarsch von „Endgame“ in Halle durfte er ans Mikro treten, um den inhaftierten Holocaustleugner Horst Mahler zu verherrlichen.

 

Bei den fremdenfeindlichen und von der NPD veranstalteten Demonstrationen in Tröglitz zu Jahresbeginn hat Bärthel mindestens 4x gesprochen. Wir erinnern uns: Wegen der Demonstrationen, des angeheizten Klimas, offenen Anfeindungen und Bedrohungen trat der ehrenamtliche Bürgermeister Markus Nierth zurück. Bärthel sprach seinerzeit bei den von den Rechten „Spaziergänge“ genannten Anti-Flüchtlingskundgebungen von „begattungsfreudigen Nordafrikanern, die uns hier belästigen“, und denen er eine „gute Heimreise“wünsche.

Compact-Plenum in Tröglitz: Bärthel, Elsässer, Poppenburg (AfD)

Compact-Plenum in Tröglitz: Bärthel, Elsässer, Poppenburg (AfD)

Am Ostersamstag gipfelte die Eskalation in einer laut Staatsanwaltschaft „besonders schweren Brandstiftung“ in der geplanten Flüchtlingsunterkunft. Später wurde ein NPD-Sympathisant und Demo-Teilnehmer als Tatverdächtiger ausgemacht. Beim vom neurechen Querfront-Magazin Compact organisierten Compact-Plenum im Mai in Tröglitz saß dann neben dem rechten Querfront-Aktivist Elsäßer auch der geistige Brandstifter Christian Bärthel auf dem Podium.

„Wir lieben Gera“ – schlecht getarnte Nazis.

Für den 10.10. mobilisiert die sogenannte Bürgerinitiative „Wir lieben Gera“ zu (laut Facebook) Jörg Krautheims Veranstaltung „Demo in Gera – 10. Oktober 2015 – Schluß mit dieser verfehlten Asylpolitik“.

Bewerbung der Demo 10. Oktober auf Facebook

Bewerbung der Demo am 10. Oktober auf Facebook

 

Jörg Krautheim? Den kennt man doch.

 

Jörg Krautheim zählt zu den Mitbegründern der 1993/94 gegründeten „Kameradschaft Gera“, die mehr als 50 Anhänger*innen hatte und eine wichtige Rolle beim „Thüringer Heimatschutz“ (THS) spielte. Zeitweise wurde der Zusatz Nationale Sozialisten verwendet. Im THS zählte Krautheim zu den führenden Kräften, er meldete Demonstrationen an und zeigte sich verantwortlich für mehrere Schreiben / Flugblätter. Der THS gilt heute Keimzelle des späteren rechtsterroristischen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU).

 

1997 wurde Krautheim NPD Mitglied, trat auf den Landeslisten der NPD zu diversen Wahlen an und gehörte ab 1999 auch dem Landesvorstand an. Krautheim gehört damit zu jenen, die Ende der Neunziger Jahre das Fundament für die bis heute andauernde enge Zusammenarbeit zwischen der NPD, den „Freien Kräften“ und der subkulturell geprägten Szene in Gera legten. Krautheim versuchte das Konzept vom „Kampf um national befreite Zonen“ umzusetzen.  Im Sinne von propagierter Einheit und Radikalisierung diente der Kreisverband der NPD als Wahl- und Aufmarschorganisation, während die Kameradschaft den inoffiziellen Ableger für halblegale Aktionen und Angriffe auf GegnerInnen darstellte.

Kurz bevor die Polizei 1997 in Heilsberg bei Saalfeld das größte je gefundene Waffenlager der Neonazi-Szene aushob verbarrikadierte sich Krautheim zusammen mit anderen THS-Kadern wie André Kapke in dem Szenetreff.

Gegen Krautheim und weitere Kameradschaftmitglieder wurde im Jahr 2000 nach einem Anschlag im Juni auf ein islamisches Gebetshaus in Gera ermittelt. Krautheim wurde in der Nähe festgenommen, im Prozess jedoch freigesprochen. Die Thüringer Allgemeine spekulierte danach über eine mögliche Tatigkeit als Informant des Geheimdienstes.

Später machte Krautheim mit seinen unternehmerischen Tätigkeiten von sich reden. Mit anderen betrieb er die „Aufruhr Versand GbR“, einen der damals bedeutendsten Neonazi-Versandhandel. Der Verkauf indizierter Frank Rennicke Tonträger brachte bereits 2001 Hausdurchsuchungen ein. Die letzte Durchsuchung blieb es nicht. Auch der Hack der Internetseite des Versandes im April 2006, bei dem

7500 Kundendatensätze erbeutet und ins Netz gestellt wurden, machte Schlagzeilen. Fatal, hatte Krautheim doch behauptet, es würden keine Daten online gespeichert. Später versuchte sich Krautheim als Kampfsport-Unterstützer und Hobbyfotograf. Öffentlich taucht er sporadisch bei regionalen Neonazi-Demonstrationen auf. So etwa auf den Ende 2014 von David Köckert organisierten Demonstration gegen ein Asylbewerberheim in Greiz-Pohlitz.

Der Thüringer Landesvorstand “Die Rechte”, 2.v.l.: Jörg Krautheim, 3.v.l. Bert Müller und 5.v.l. Michel Fischer

Der Thüringer Landesvorstand “Die Rechte”, 2.v.l.: Jörg Krautheim, 3.v.l. Bert Müller und 5.v.l. Michel Fischer

Ende 2013 nahm er an einem „Drei-Länder-Stammtisch“ mit „Die Rechte“-Mitgliedern aus Sachsen, Hessen und Thüringern teil. Zielstellung laut dem Bericht der Veranstalter soll eine Landesverbandsgründung in Thüringen sein. Und Tatsächlich: 2015 gründet sich in Thüringen ein Landesverband der Partei Die Rechte“.  Landesgeschäftsführer: Jörg Krautheim.

2. v.l. Jörg Krautheim (Die Rechte), 3.v.l. Markus Dettler, 4.v.l. David Köckert (NPD), 6. v.l. Sarah Schumann (Wir lieben Gera), 8. v.l. Hanjo Wegmann (NPD)

"Wir lieben Gera" : 2. v.l. Jörg Krautheim (Die Rechte), 3.v.l. Markus Dettler, 4.v.l. David Köckert (NPD), 6. v.l. Sarah Schumann (Wir lieben Gera), 8. v.l. Hanjo Wegmann (NPD)

 

Krautheim solidarisiert sich offen mit Horst Mahler und anderen Geschichtsrevisionisten. Es gibt Anzeichen, dass er neben anderen für die Inhalte von „Wir lieben Gera“ auf Facebook verantwortlich ist. Laut eigenen Aussagen und Fotos, gehört der umtriebige Neonazi zu den Organisatoren der sogenannten Bürgerinitiative.

 

 

 

 

 

Quellen: Facebook-Profile von Wir lieben Gera, David Köckert, Thügida, Wir lieben Ostthüringen, Der Rechte Rand, Blick nach Rechts, Mobit, Thüringen Rechtsaußen, Indymedia, Wikipedia, u.a.